<
 zur Startseite 
Anzeige
 Fehlerteufel
 © 2010 by
speicherguide.de GbR
Seite empfehlenSeite empfehlen
Diese Seite bookmarken bei ...
  Diese Seite Ihren XING-Kontakten zeigen   Seite bei Google bookmarken    Seite bei Mister Wong bookmarken    Seite bei Linkarena bookmarken    Seite bei Yigg bookmarken    Seite bei Webnews bookmarken    Seite bei Folkd bookmarken 
[20.04.2009] (ubr)
Article Rating

Hewlett-Packard »iTernity Compliant Archive Solution«

 Zum Vergrößern anklicken! 
HP »Storage Works 2000fc Modular Smart Array«
Die »iTernity Compliant Archive Solution« von Hewlett-Packard basiert auf den »StorageWorks«-Systemen von HP und der Content-Addressed-Storage-Software (CAS)von iTernity. Durch die vollständige Anbindung an ECM-Plattformen, zum Beispiel in »OS|ECM« von OPTIMAL SYSTEMS, ermöglicht das Gerät das Einhalten von Compliance-Vorschriften und -Regularien.

Das Archiv ist festplattenbasierend und fasst im Modell »iCAS DL 160 G5« vier Drives, zwölf Laufwerke beherbergt das »iCAS DL 185 G5«. Damit lassen sich zwei TByte bzw. vier TByte Bruttokapazität bereitstellen. Davon ist je ein Viertel als Archivspeicher netto nutzbar, also 500 GByte und ein TByte. Die vorkonfigurierten Lösungen komprimieren und verschlüsseln die Daten mittels der so genannten Storage-Container-Technologie (CSC). Diese Methode ergänzt zu archivierende Informationen mit den entsprechenden Indexdaten, Erstellungs- und Retention-Datum zu einem Datencontainer. Dieser lässt sich auf jedes beliebige Speichermedium sichern. Icas komprimiert dabei die Daten um 50 Prozent und bietet zudem die Möglichkeit, diese File-Container auf Systemebene zu verschieben oder zu kopieren. Dadurch sollen Medienbrüche verhindert werden.

Der Administrator kann Container auf NAS-Systeme transferieren ohne Backup- und Restore-Funktionen zu verwenden. Die Leistungsfähigkeit dabei ist durch die Anwendung von File-Service-Funktionen gegeben, ressourcen-intensive ECM-Applikationen müssen nicht zum Einsatz kommen.

Das NAS-to-SAN-Prinzip soll dem EDV-Verantwortlichen die Möglichkeit geben, bereits vorhandene oder neue Hardware effizient zu nutzen. File-Server und SAN-Systeme lassen sich mittels Icas zu »Unified Data Storage« zusammenfassen.

Das System sichert und repliziert die Daten mit Standard-Software, eine dedizierte Datenbank ist nicht erforderlich, da sich alle Informationen in den Containerdaten im File-System befinden. Die jeweilige Dateigröße wird nur vom verwendeten File-System bestimmt, das Archiv setzt hier ohne Limits.

Durch den Einsatz beliebiger Hardware – »MSA«- oder »EVA«-Modelle – lässt sich das Archiv zu fast jeder gewünschten Größe skalieren. Die einzelnen Funktionalitäten richten sich nach dem jeweiligen System, prinzipiell lassen sich aber Load-Balancing und Clustering für optimierte Performance, Verfügbarkeit und Sicherheit nutzen. RAID-Schutz, NAS-Funktionalität und Verwaltungsoptionen sind ebenso ans System gebunden.

Das Archiv lässt eine Migration auf Medien zu, die wiederum ausgelagert werden können. Auch hier lassen sich vorhandene Tools nutzen, um beispielsweise auf LTO-4-Bänder zu migrieren. Mit FC- oder iSCSI-Schnittstellen lassen sich die Systeme in jedes Netzwerk integrieren.

Gesetzliche Vorgaben bezüglich der Aufbewahrungszeit werden pro Container verwaltet. Ein Löschen vor Ablauf der Frist ist nicht möglich. Icas wurde zertifiziert und soll die Einhaltung aller üblichen Gesetze wie HGB, AO, GDPdU, GOB, SGB, SOX, EUROSOX, Basel II, UStG und anderer gewährleisten. Die Anbindung an das ECM-System, beispielsweise an das von Optimal Systems, erfolgt über ein entsprechendes API. Dieses API wird nicht nur von DMS-Anbietern, sondern auch von Microsoft- und SAP-Anwendungen unterstützt. Das API basiert auf einem Webservice und erlaubt die Einbettung des HP-Systems in eine »Service Orientated Architecture« (SOA). Für die Integration stehen dem Administrator beispielhafte Programmzeilen in verschiedenen Programmiersprachen zur Verfügung.

Das »iTernity File System Gateway« (iFSG) ist eine integrierte Client-Anwendung, die beliebigen Applikationen virtuelle Laufwerksbuchstaben bereitstellt. Die dort abgelegten Daten werden über das API archiviert. Das Gateway verhält sich transparent, so dass es sich mit Windows-Befehlen oder -Programmen ansprechen lässt. Der verwendete Laufwerksbuchstabe kann mit den Standard-Betriebssystem-Funktionen unterschiedlichen Nutzern im Netzwerk zur Verfügung gestellt werden, zum Beispiel über CIFS- oder NFS-Freigabe.

Zusätzlich zu den Storageworks-Systemen arbeitet das Icas-Archiv mit »All-in-One«-Modellen, »ProLiant«-Servern oder in Kombination mit externen HP-Disk-Arrays. Darüber hinaus lässt es sich im direkten Betrieb auf der »Scalable NAS«/»PolyServe Data Base Utility« einsetzen. Ein Redundanzbetrieb für höhere Ausfallsicherheit wird durch den Parallelbetrieb von Icas-Servern oder den Einsatz von »Microsoft Cluster«, »Storage Mirroring«, »Continuos Access for EVA« oder der »PolyServe Matrix Cluster«-Technologie ermöglicht.

Fazit
Compliance als Commodity – so könnte man das Icas-Bundle kurz zusammenfassen. Dem IT-Manager wird zwar bei der Auswahl der Komponenten die größtmögliche freie Wahl gelassen, Integration und Inbetriebnahme sollen durch Vorkonfiguration aber erleichtert werden. Durch die Möglichkeit, selbst kleinste Speichersysteme als Basis zu nutzen, will der Hersteller auch kleinere und mittlere Unternehmen überzeugen, ihre Jukeboxen oder ähnliche Archivlösungen abzulösen. IT-Manager, die es einfach mögen, können im Bundle gleich ECM-Anbindung an die Optimal-Systems-Lösung erwerben, Freigeistern steht das offene Interface für die Einbindung in andere DMS-Konzepte zur Verfügung.

HP versucht dabei, die Archivlösung so transparent wie möglich zu gestalten, so dass von den Unternehmen bewährte und ihnen bekannte Funktionen und Applikationen verwendet werden können. Migrationen sind möglich, ohne die Rechtskonformität zu beugen, Vorhaltezeiten und andere gesetzliche Bestimmungen lassen sich einhalten. Durch die sehr freie Auswahl an basisgebende Speicherlösungen kostet eine günstige Lösung 9.900 Euro netto. Dafür erhält der Anwender 500 GByte Netto-Kapazität und 36 Monate Wartung und Support. Ein System mit einem TByte Nettospeicher kostet 14.900 Euro. Die Diskrepanz zwischen Brutto- und Netto-Kapazität fällt leider negativ auf.
Kurzinfo
Hersteller: Hewlett-Packard
Herrenberger Straße 140
D-71034 Böblingen
Tel. +49 (0)8 00/182 68 31
Fax + 49 (0)70 31/14 29 99
Web: www.hp.com/de
Link zum Produkt: HP iCAS
Preis (netto, Liste): ab 9.900 Euro (500 GByte Nettospeicher mit MSA1000)
Garantie: 3 Jahre Wartung und Support

Technische Details
Hardware-Beispiel MSA2000fc:
Maximale Speicherkapazität: 1,752/3,6 TByte (SAS), 6/9 TByte (SATA)
Festplatteneinschübe: 12
Unterstützte Festplatten: SAS (146/300 GByte), SATA (500/750 GByte)
RAID-Level: 0, 1, 3, 5, 6, 10, 50, JBOD
Unterstützte LUNs: 256
LUN-Größe: bis zu 16 TByte
Erweiterungsports: 4x SAS-Expansion-Ports
Max. Erweiterung: 3 MSA-2000fc-Systeme (auf insgesamt 48 Drives)
Controller: Single oder Dual (Active/Active)
FC-Ports: 2x 4-Gbit/s-Port pro Controller
Cache: 1 oder 2 GByte pro Controller
Unterstützte Betriebssysteme: Windows 2003/2003 R2, Red Hat Linux 5, SuSE 10, VMware ESX 3.5
Formfaktor: 2U Rackmount

Funktionen:
•Clustering
•Verschlüsselung durch HMAC-SHA-512-bit-Hashes
•Komprimierung bis zu 50 Prozent
•Parallelbetrieb von Icas-Servern
•Mirroring
•Contiuos Access for EVA
•SOA-Einbettung
•NAS-Funktionalitäten
•ECM-Funktionalitäten über offenes API
•CAS-Funktion mittels Iternity-Software
•skalierbar
•vorkonfiguriert
•Migration auf weitere Medien wie Tapes

Plus
+ große Optionsvielfalt und Flexibilität
+ CAS-/ECM-Funktionen durch offene Schnittstelle
+ überdurchschnittliche Garantie

Minus
- hohe Diskrepanz zwischen Brutto- und Netto-Kapazität
Rating
Kommentare
Only registered users may post comments.
 ...nach oben 
 Anzeige